Rechtlicher Blog Schmerzensgeld

Blog aus dem Medizinrecht

4. November 2024

Behandlungsfehler: Fehlende Aufklärung über das Risiko dauerhafter Schmerzen nach Einsetzen von Brustimplantaten

OLG Köln, Urt. v. 05.06.2024, Az.: 5 U 91/23 Schmerzensgeld: 25.000,00 € Hintergrund: Die damalige Klägerin stellte sich beim später verklagten Arzt mit dem Wunsch nach einer Brustvergrößerung vor. Der Arzt schlug der Klägerin den Einsatz von Brustimplantaten vor. Die Klägerin willigte ein. Postoperativ litt die Klägerin unter erheblichen Schmerzen im Bereich der linken Brust. […]

25. Oktober 2024

Behandlungsfehler: Vollständige Erblindung des rechten Auges und hochgradige Sehbehinderung des linken Auges

OLG Oldenburg, Urt. v. 01.03.2023, Az.: 5 U 45/22 Schmerzensgeld: 130.000,00 € Hintergrund: Aufgrund der fehlerhaften Sicherungsaufklärung durch Angabe eines zu späten Wiedervorstellungstermins erlitt ein frühgeborener Säugling schwerwiegende Beeinträchtigungen. Das rechte Auge ist vollständig erblindet und das linke Auge hat eine hochgradige Sehbehinderung erlitten. Dem Jungen ist lediglich noch bei starker Kontraständerung oder bei beleuchteten […]

22. Oktober 2024

Schmerzensgeld: Mehrfacher Bruch im Fuß trotz Röntgenaufnahme nicht erkannt

LG Köln, Urt. v. 22.06.2022, Az.: 25 O 9/22 Schmerzensgeld: 10.000,00 € Hintergrund: In der Notaufnahme des beklagten Krankenhauses wurde die Diagnose „OSG-Distorsion“ (= Verstauchung) gestellt. Der tatsächlich vorliegende mehrfache Bruch im Fuß wurde nicht als solcher erkannt, obwohl Röntgenaufnahmen in drei Ebenen von dem betroffenen Sprunggelenk gefertigt wurden und in zwei Ebenen eindeutig ein […]

Behandlungsfehler: Misslungene Oberschenkelstraffung

OLG Frankfurt/Main, Urt. v. 19.12.2006, Az.: 8 U 268/05 Schmerzensgeld: 23.000,00 € Hintergrund: Eine 69-jährige Frau stellte sich beim später verklagten Arzt für eine Oberschenkelstraffung, eine reine Schönheitsoperation, vor. Vor Durchführung des Eingriffs klärte der Arzt behandlungsfehlerhaft nicht den Verdacht auf eine rezidivierende Pilzinfektion ab, was nach der Operation über einen längeren Zeitraum zu erheblichen […]

Psychischer Schaden wegen unterbliebenen rechtmäßigen Schwangerschaftsabbruchs

OLG Karlsruhe, Urt. v. 15.07.2015, Az.: 13 U 90/13 Schmerzensgeld: 20.000,00 € Hintergrund: Die Klägerin erlitt psychische und körperliche Beeinträchtigungen wegen eines unterbliebenen rechtmäßigen Schwangerschaftsabbruchs infolge eines diagnosefehlerhaft nicht erkannten „Wasserkopfes“ (Hydrocephalus) ihres ungeborenen Kindes. Aufgrund der erlittenen psychischen und körperlichen Beeinträchtigungen durch die Geburt und das Aufziehen ihres behinderten Kindes über einen langen Zeitraum […]